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GISpedia
Hier finden Sie Antworten zu häufig gestellten Fragen sowie Tipps & Tricks zu unseren Produkten.
Allgemeine Begriffe

Was bedeutet IP-Schutzart?
Die IP-Schutzart gibt an, wie gut das Gehäuse gegen das Eindringen von Fremdkörpern (z. B. Staub) und Wasser geschützt ist. Die Schutzart IP besteht aus zwei Kennziffern: Die erste beschreibt den Schutz gegen Berührung und Fremdkörper, die zweite den Schutz gegen Feuchtigkeit und Wasser. Damit zeigt die IP-Schutzart nach DIN EN 60529, wie staub- und wasserdicht ein Gehäuse ist. Mehr dazu unter: https://de.wikipedia.org/wiki/Schutzart.
Die GP-Kettenzüge sind auf IP65 ausgelegt und damit staubdicht (6) sowie gegen Strahlwasser geschützt (5). Sie eignen sich hervorragend für Ausseneinsätze – auch unter anspruchsvollen Bedingungen.

Was bedeutet ATEX?
ATEX ist die EU-Richtlinie für den Explosionsschutz und leitet sich von ATmosphère EXplosibles ab. Sie umfasst die Produktrichtlinie 2014/34/EU und die Betriebsrichtlinie 1999/92/EG. Explosionsfähige Atmosphären entstehen in vielen Industriebereichen, etwa in Chemie, Petrochemie, Rohstoffgewinnung oder Lebensmittelproduktion.
Elektrische Hubgeräte müssen hier so konstruiert sein, dass sie keine Zündquelle darstellen. GIS-Elektrokettenzüge sind verfügbar in zwei verschiedenen ATEX-Versionen und bieten je nach Ausführung Schutz gegen Staub und/oder Gas, verfügen über Luftdruck- und Temperaturüberwachung und schalten bei Systemfehlern (bei Gaseintritt oder Druckabfall) sofort ab. Sie sind verfügbar für die Zonen 22 (D) und 2 (G).
Kettenzüge + Fahrwerke

Was ist eine Schützensteuerung?
Im Innern unserer GP-Elektrokettenzügesorgt eine Schützensteuerung dafür, dass der Motor zuverlässig auf vom Steuerschalter übermittelten Befehle reagiert. Diese Funktionsart kommt ohne sensible Elektronik aus, was das Risiko von Betriebsstörungen reduziert, und eine hohe Zuverlässigkeit gewährleistet – auch bei langen Einsatzzeiten und einer hohen Anzahl an Schaltvorgängen.
Für einen sicheren Betrieb arbeitet die Schützensteuerung serienmässig mit einer Niederspannung von 42 V. Der Betriebsstrom wird dabei über einen Transformator von Stark- in Schwachstrom umgewandelt. Dadurch fliesst zwischen der Steuerung und dem Steuerschalter in der Hand der Bedienperson lediglich ungefährlichen Steuerstrom.

Was ist eine gedrängte Bauart?
Eine gedrängte Bauart bedeutet, dass ein Gerät so kompakt wie möglich konstruiert ist, damit auch in sehr niedrigen oder engen Räumen eine genügend grosse Hubhöhe zur Verfügung steht.
Mit dem Elektrokettenzug GPK bietet GIS die perfekte Lösung. Die spezielle Kettenumlenkung sorgt für eine maximale Hubhöhe bei optimaler Ausnutzung der Raumhöhe. Dieser Kettenzug lässt sich problemlos in ein GISKB-Kransystem oder einen Laufkran integrieren für eine maximale Hubhöhe für Traglasten bis 2000 kg. Zudem besteht die Option einer verlängerten Ausführung, die den Transport von langen und sperrigen Gütern ermöglicht.

Was ist ein Synchronzug?
Ein Synchronkettenzug ist eine Sonderausführung bei der zwei Elektrokettenzüge mechanisch und elektrisch so miteinander verbunden sind, dass beide Laststränge parallel laufen und sich das Transportgut beim Heben nicht verdrehen kann. Der Abstand zwischen den beiden Lasthaken lässt sich frei bestimmen. Auf Wunsch kann der Synchronkettenzug mit einer kundenspezifischen Lastaufnahmelösung ausgestattet werden. Der Synchronkettenzug ist ideal für lange und sperrige Transportgüter bis 2 × 2500 kg, die stabil und kontrolliert gehoben werden müssen.

Was ist ein Kettenhandy?
Ein Kettenhandy ist eine spezielle Steuereinheit für den GIS-Elektrokettenzug, welche eine schnelle und mühelose einhändige Positionierung von Lasten ermöglicht. Seine Position nahe am Lasthaken ermöglicht die Bedienung des Kettenzugs und das gleichzeitige Führen der Last – alles mit einer Hand. Das Kettenhandy eignet sich besonders gut für Arbeitsplätze mit vielen repetitiven Hubvorgängen und kann einfach mit einem Drehkran oder einem Hängekran kombiniert werden für ein flächendeckendes Güterhandling.

Was ist ein Teleskophandy?
Ein Teleskophandy ist eine spezielle Steuereinheit für den GIS-Elektrokettenzug, welche eine schnelle und exakte einhändige Positionierung von Lasten ermöglicht. Das Teleskophandy ist so konstruiert, dass es gleichzeitig als Bedien- und Führungsgriff dient.
Bei der Ausführung Teleskophandy stabilisiert ein Führungsrohr den Hubvorgang und sorgt für eine lineare Bewegung ohne seitliches Ausschwenken. Dadurch eignet sich das Teleskophandy besonders für exzentrische oder ungleichförmige Lasten, die eine präzise Führung erfordern.
Dieser Elektrokettenzug eignet sich besonders gut für Arbeitsplätze mit vielen repetitiven Hubvorgängen und kann einfach mit einem Gelenk-Drehkran kombiniert werden.

Können GIS-Elektrokettenzüge draussen eingesetzt werden?
Ja, Elektrokettenzüge mit der Schutzart IP 65 können draussen eingesetzt werden. Die GIS-Kettenzüge der Baureihe GP/GPM sind standardmässig mit der Schutzart IP 65 ausgestattet, was bedeutet, dass der Kettenzug staubdicht und gegen Strahlwasser geschützt ist. Damit ist der zuverlässige Betrieb im Aussenbereich gewährleistet. Der zulässige Temperaturbereich für Anwendungen im Freien liegt zwischen -15 °C und +50 °C. Für Einsätze ausserhalb dieses Bereichs stehen passende Optionen zur Verfügung.

Gibt es einen Elektrokettenzug, der möglichst leise läuft?
Ja, besonders leise läuft der GIS-Elektrokettenzug GPM250 aus der Baureihe GP mit einem Geräuschpegel von 65 dB bei einem Messabstand von 1 m, was hörbar leiser ist als andere handelsübliche Kettenzüge.
GIS-Kettenzügen der GP-Baureihe verfügen über ein 3-stufiges Getriebes mit Schrägverzahnung, was die Geräuschentwicklung deutlich reduziert.

Für welche Traglasten sind 1-Phasen-Elektrokettenzüge geeignet?
GIS-1-Phasen-Elektrokettenzüge sind für Traglasten bis 2000 kg ausgelegt und lassen sich dank ihrer Wechselstromausführung direkt über Steckdosenstrom betreiben.
Sie können stationär oder in Kombination mit einem Hand- oder Motorfahrwerk eingesetzt werden. Damit eignen sich die GIS-1-Phasen-Elektrokettenzüge sowohl für wiederkehrende Hebevorgänge am Arbeitsplatz als auch für den mobilen Einsatz, drinnen wie draussen.
In welchem Temperaturbereich können Elektrokettenzüge eingesetzt werden?
GIS Elektrokettenzüge sind in Standardausführung für den Temperaturbereich -15 °C bis 50 °C ausgelegt. Für Umgebungstemperaturen ausserhalb dieser Normtemperatur kommen Spezialausführungen zur Anwendung.

Welchen Vorteil haben Profilstahlketten?
Profilstahlketten, wie sie in den Elektrokettenzügen GPM und GP eingesetzt werden, bieten eine um ca. 15 % erhöhte Belastbarkeit bei gleichem Nenndurchmesser im Vergleich zu einer Rundstahlkette. Die grössere Querschnittfläche wirkt sich somit positiv auf die Tragfähigkeit aus.
Zudem ist der Kettenverschleiss bei Profilstahlketten spürbar reduziert, was die Lebensdauer der Kette erheblich verlängert.

Haben GIS-Fahrwerke eine Absturzsicherung?
Ja, alle GIS-Hand- und Elektrofahrwerke sind mit einer Absturz- und Klettersicherung aus massivem Stahlguss, wie auch einem Eingriffschutz ausgerüstet. Dadurch wird unter anderem verhindert, dass Fahrwerke beim Bruch einer Laufrolle, beim Verkanten oder starker seitlicher Krafteinwirkung von der Kranbahn abfällt.


Tipps & Tricks: Ölen der Kette
Regelmässiges Ölen der Lastkette kann ihre Lebensdauer um den Faktor 20 bis 50 erhöhen. Gemäss Betriebsanleitung wird ein kriechfähiges Getriebeöl des Typs 15W‑40 empfohlen. Der Kettenhersteller weist zudem auf die Bedeutung der Viskosität hin und empfiehlt einen Wert unter ISO 300. Ein ungeeignetes Öl kann dazu führen, dass die Kette im Kettensack verklumpt und die Kettenglieder nicht mehr sauber durch die Kettenführung laufen. Die Lastkette muss vor der Inbetriebnahme und regelmässig während des Einsatzes auf der gesamten Länge, auch zwischen den Kettengliedern, geölt werden.

Tipps & Tricks: Verhindern von Schrägzug
Ein Schrägzug von Lasten über 4° ist zu vermeiden, da sowohl die Lastkette als auch die Kettenführung übermässig beansprucht werden. Dies führt zu erhöhtem Verschleiss und kann die Betriebssicherheit der Anlage beeinträchtigen. Eine korrekte Ausrichtung von Hubwerk und Transportgut stellt sicher, dass die Kette sauber läuft und die Komponenten nicht unnötig belastet werden.

Tipps & Tricks: Falsche Laufrichtung des Kettenzuges
Wenn beim Betätigen des „Auf“‑Knopfes die Last abgesenkt wird oder umgekehrt, wurde der Elektrokettenzug höchstwahrscheinlich elektrisch falsch an das Stromnetz angeschlossen. In diesem Fall muss der Anschluss durch eine autorisierte Fachperson überprüft und korrekt ausgeführt werden, um einen einwandfreien Betrieb zu gewährleisten.

Tipps & Tricks: Betrieb im Freien
Die Elektrokettenzüge GPM und GP sind durch die Schutzart IP 65 standardmässig für den Einsatz im Freien geeignet. Der zulässige Temperaturbereich liegt zwischen -15 °C und +50 °C, sodass typische Aussenanwendungen zuverlässig abgedeckt sind. Zusätzlich empfiehlt es sich, über dem Elektrokettenzug ein Schutzdach anzubringen, um das Gerät vor direkten Witterungseinflüssen zu schützen und so die Lebensdauer zu erhöhen.

Tipps & Tricks: Schonen des Steuerkabels
Das Steuerkabel darf beim Verschieben eines Elektrokettenzugs nicht als Zugmittel verwendet werden, auch dann nicht, wenn ein Zugentlastungskabel vorhanden ist. Ein Zug am Steuerkabel kann zu Beschädigungen oder zum Ausreissen der Leitung führen. Der Standortwechsel des Hubwerks muss stets über den Lasthaken erfolgen, damit die Steuerleitung nicht unnötig belastet wird.

Tipps & Tricks: Fahrwerk mit Kunststofflaufrollen
Wenn die Stahllaufrollen der Standardausführung zu laut sind oder Geräusche störend in ein Gebäude übertragen werden, können Fahrwerke mit Kunststofflaufrollen eingesetzt werden. Diese eignen sich für Traglasten bis 1250 kg und reduzieren die Geräuschentwicklung deutlich. Für weitergehende Lösungen zur Lärmdämmung steht unser Verkaufsteam gerne zur Verfügung.

Tipps & Tricks: Fahrwerk mit rostfreien Laufrollen
Befinden sich in der Arbeitsumgebung aggressive Säuren oder Laugen, empfiehlt sich der Einsatz eines korrosionsbeständigen Elektrokettenzug sowie eines Fahrwerks mit rostfreien Laufrollen. Diese Kombination schützt die Komponenten vor chemischer Beanspruchung und gewährleistet einen zuverlässigen Betrieb auch unter anspruchsvollen Umgebungsbedingungen.

Ratgeber: Alles richtig machen beim Kauf eines Elektrokettenzuges
Bei der Auswahl eines Elektrokettenzugs sind verschiedene Faktoren zu berücksichtigen, damit das Gerät zuverlässig arbeitet und optimal auf die jeweilige Anwendung abgestimmt ist. Unser Ratgeber unterstützt Sie dabei, die wichtigsten Kriterien zu berücksichtigen und eine fundierte Kaufentscheidung zu treffen.
Kransysteme

Was ist ein Zwischenbau?
Ein Zwischenbau wird bei niedrigen Räumen und engen Platzverhältnissen eingesetzt. Um die Bauhöhe zu reduzieren, wird der Querträger (Kranbrücke) zwischen den Kranbahnen hochgebaut. Dadurch lässt sich die verfügbare Raumhöhe optimal nutzen und es steht trotz begrenzten Platzverhältnissen eine ausreichende Hubhöhe zur Verfügung.

Was ist ein Joch?
Ein Joch wird zur Höhenoptimierung bei GISKB-Kransystemen und Laufkranen mit Doppelkranbrücke eingesetzt. Bei dieser Bauart wird das Hubwerk, ein Elektrokettenzug, an einem Joch zwischen den beiden Querträgern hochgebaut. Dadurch reduziert sich die Bauhöhe des Kranes, und die verfügbare Raumhöhe kann optimal genutzt werden.

Was ist ein Bogen?
Ein Bogen ist ein Streckenelement innerhalb einer GISKB-Hängebahn. Er ermöglicht eine individuelle Linienführung und dient dazu, Güter flexibel von einer Arbeitsstation zur nächsten zu bewegen. Die Integration von Bögen mit Winkeln von 30° oder 45° erlauben es, mit der Hängebahn verschiedene Stationen eines Arbeitsablaufs punktgenau anzufahren und miteinander zu verbinden. Zusätzlich können Drehkreuze für Richtungswechsel um 90° oder Schiebeweichen für das Kombinieren mehrerer Linien eingesetzt werden, um die Anlage optimal an die räumlichen Gegebenheiten und die Arbeitsabläufe anzupassen.

Was ist eine Schiebeweiche?
Eine Schiebeweiche ist ein Streckenelement des GISKB-Kransystems, das dazu dient, zwei oder mehrere Linien einer Hängebahn miteinander zu verbinden. Ihre Funktion entspricht der einer Weiche im Zugverkehr: Durch das Verschieben der Weiche wird das fahrende Hubwerk gezielt auf Linie 1 oder Linie 2 geleitet. Je nach Anwendung kann die Schiebeweiche manuell oder elektrisch betätigt werden.

Was ist ein Drehkreuz?
Ein Drehkreuz ist ein Streckenelement innerhalb einer GISKB Hängebahn, das einen 90° Richtungswechsel auf engstem Raum ermöglicht. Das Hubwerk fährt aus einer Hängebahn in das Drehkreuz ein und kann nach der Drehung auf der gewünschten ausgehenden Kranbahn weiterfahren. Die Drehung des Kreuzes erfolgt je nach Ausführung mechanisch oder pneumatisch.

Was ist der Unterschied zwischen einem Untergurt- und einem Obergurtlaufkran?
Der Unterschied zwischen einem Untergurtlaufkran und einem Obergurtlaufkran liegt in der Position der Kranbahn und der Fahrwerke. Beim Obergurtlaufkran bewegt sich die Kranbrücke in Laufschienen auf der Kranbahn. Diese Bauart ermöglicht hohe Tragfähigkeiten und nutzt die verfügbare Hallenbreite optimal aus. Der Kranträger des Untergurtlaufkranes befindet unterhalb der Kranbahn und eignet sich besonders bei geringer Hallenhöhe oder wenn die vorhandene Decke direkt zur Befestigung genutzt werden soll.
Beide Ausführungen lassen sich individuell an die baulichen Gegebenheiten anpassen und bieten eine effiziente Lösung für das Heben und Bewegen von Lasten in Hallen.

Was ist ein freistehendes System?
Ein freistehendes System wird eingesetzt, wenn die vorhandene Deckenkonstruktion sehr hoch liegt oder nicht ausreichend belastbar ist. Die Montage erfolgt über Stützen, die direkt am Boden fixiert werden. An dieser Stützkonstruktion lassen sich Kranbahnen und Kranträger sowohl längs als auch quer montieren. Ein freistehendes Kransystem kann bei Bedarf ohne grossen Aufwand erweitert oder demontiert und an einem neuen Standort wieder aufgebaut werden.

Was ist ein Schienenantrieb?
Ein Schienenantrieb sorgt bei GISKB-Kransystemen mit elektrischem Kran- und/oder Katzfahren für die Fortbewegung des Hubwerks oder der Kranbrücke. In seiner Funktion ähnelt er einer Lokomotive, die das Fahrwerk entlang der Schiene antreibt. Der Schienenantrieb wird entweder am Fahrwerk des Hubwerks für das Katzfahren oder am Rollapparat der Kranbrücke für das Kranfahren befestigt. Er verfügt über eine Steuerung mit Frequenzumformer, wodurch sich zwei Fahrgeschwindigkeiten stufenlos einstellen lassen. Dies ermöglicht ein sanftes Anfahren und ein pendelfreies, präzises Positionieren der Last.

Was ist ein Rollapparat?
Der Rollapparat ist ein zentrales Bauteil des GISKB-Kransystems. Bei Hängekranen verbindet er den Kranträger (Kranbrücke) mit der Kranbahn und ermöglicht dessen horizontale Bewegung. Soll sich die Kranbrücke nicht manuell, sondern elektrisch verfahren lassen, kann der Rollapparat mit einem Schienenantrieb ergänzt werden. Für Einfach- und Doppelkranträger stehen unterschiedliche Ausführungen des Rollapparats zur Verfügung. Die Rollapparate sind standardmässig mit Kunststofflaufrollen ausgestattet, um eine besonders leichte manuelle Bedienung und hohe Laufruhe zu gewährleisten. Bei grossen Traglasten kommen Stahllaufrollen zum Einsatz.

Sind Hohlprofile aus Stahl oder aus Aluminium zu bevorzugen?
Hohlprofile aus Stahl sind eine kostengünstigere Lösung. Dank den mit Kunststofflaufrollen ausgerüsteten Fahrwerken und Rollapparaten sind sie leichtgängig und eignen sich auch für grösseren Spannweiten der Kranbrücke.
Aluminium-Hohlprofile kommen bei leichteren Traglasten bis etwa 630 kg zum Einsatz. Sie bieten aufgrund ihrer hervorragenden Leichtlaufeigenschaften ein verbessertes Handling bei höherer Ergonomie und ermöglichen dadurch kürzere Durchlaufzeiten.

Müssen Krananlagen regelmässig geprüft werden und falls ja, durch wen?
Ja, Krananlagen und Hebezeuge müssen regelmässig geprüft werden. Als Betreiber sind Sie gemäss schweizerischem Recht verpflichtet, alle Massnahmen zur Verhütung von Berufsunfällen zu treffen und die Vorgaben des Herstellers in der Betriebsanleitung einzuhalten. Je nach Land gelten zusätzliche gesetzliche Anforderungen: In einigen Ländern müssen Geräte und Krane periodisch durch eine sachkundige Person überprüft werden, beispielsweise in Deutschland mindestens einmal jährlich. Die Prüfung stellt sicher, dass die Anlage technisch einwandfrei funktioniert und sicher betrieben werden kann.

Sowohl die Decke wie auch die bestehende Oberkonstruktion sind für eine Krananlage nur ungenügend belastbar. Gibt es Alternativen für die Montage der Krananlage?
Ja, bei ungenügend belastbaren Deckenkonstruktionen bietet sich ein freistehendes System an.
Die Montage erfolgt durch Fixierung von Stützen am Boden. Kranbahnen und Kranträger lassen sich einfach an die Längs- oder Querträger der Stützkonstruktion montieren.
Zudem ist eine nachträgliche Verlegung des freistehenden Kransystems an einen neuen Standort problemlos möglich.
Je nach Fläche, die ein Kran abzudecken hat, kann ein Wanddrehkran oder ein Säulendrehkran eine wirtschaftliche Alternative zu einem freistehenden System darstellen.

Gibt es auch Kranlösungen für die Lebensmittelindustrie?
Ja, für Anwendungen in der Lebensmittelindustrie, wie auch der chemischen Industrie oder in Abwasserreinigungsanlagen, bei denen hohe Anforderungen an die Korrosionsbeständigkeit bestehen, werden Profile in feuerverzinkter Ausführung eingesetzt. Alle Schrauben und Komponenten sind standardmässig verzinkt. Die Hubwerke können in korrosionsbeständiger Ausführung geliefert werden. Aus hygienischen Gründen kommen dabei ausschliesslich lebensmittelverträgliche Schmierstoffe für Getriebe und Lastkette zum Einsatz.

Können Lasten auch ausserhalb der Aufhängepunkte der Krananlage gehoben werden?
Ja, zur Abdeckung von schwer zugänglichen Arbeitsbereichen können GISKB-Kransysteme und -Laufkrane als Spezialausführungen teleskopierbar oder mit Überhang konzipiert werden. Bei einem teleskopierbaren Kranträger lässt sich ein Teleskop-Arm ausfahren, sodass bei Bedarf eine grössere Reichweite zur Verfügung steht. Damit können Lasten auch ausserhalb der Kranbahn bewegt werden, was eine effiziente Nutzung der Hallenfläche ermöglicht.
Diese Ausführungen sind besonders hilfreich, wenn keine geeigneten Aufhängepunkte vorhanden sind, wenn beispielsweise Waren von aussen in ein Gebäude eingebracht werden müssen oder wenn Hindernisse wie Lüftungskanäle, Heizstrahler oder Medienleitungen eine durchgehende Kranbahn verhindern oder wenn im Grundriss der Produktionshalle Nischen vorhanden sind, die ebenfalls bedient werden sollen.

Tipps & Tricks: Elektrisches Verschieben von Lasten
Das manuelle Verschieben von Lasten in Stahlprofilen kann – insbesondere bei repetitiven Handhabungen, grosser Spannweite oder schwerem Transportgut – sehr mühsam sein. In solchen Fällen empfiehlt sich der Einsatz eines Schienenantriebs. Dieser ermöglicht ein elektrisches, stufenloses Verfahren und lässt sich auch bei bestehenden Krananlagen problemlos nachrüsten. Durch den gleichmässigen Antrieb wird zudem das Schwingen der Last minimiert, was die Bedienung erleichtert, und die Arbeitssicherheit erhöht.

Tipps & Tricks: Herunterhängender Steuerschalter bei der Last stört
Wenn der herunterhängende Steuerschalter beim Heben oder Verfahren der Last stört, empfiehlt sich der Einsatz einer Funksteuerung oder einer Idealsteuerung. Beide Varianten ermöglichen die Bedienung der Krananlage aus sicherer Entfernung und verhindern, dass der Steuerschalter mit seinem Steuerkabel in Konflikt mit dem Transportgut gerät.
Vakuum-Handlingsysteme

Wie funktioniert das Heben und Transportieren von Gütern mit einem Vakuumheber?
Vakuumheber nutzen die Kraft des Unterdrucks, um Lasten sicher zu heben. Dazu werden Saugflächen bzw. Saugteller auf die Oberfläche des Werkstücks aufgesetzt. Ein Vakuumerzeuger entfernt die Luft zwischen Saugfläche und Material, sodass ein Unterdruck (Vakuum) entsteht. Dieser sorgt dafür, dass das Transportgut zuverlässig an der Saugfläche haftet.
Damit lassen sich unterschiedlichste Materialien wie Metallbleche, Glasplatten, Holzplatten oder Kunststoffteile glatter, luftdichter oder leicht luftdurchlässiger Oberfläche schnell und schonend aufnehmen, anheben und bewegen – ganz ohne mechanisches Klemmen oder Anschlagen.

Was ist ein Hochdruck-Vakuumgerät?
Ein Hochdruck‑Vakuumgerät (Typ GH) erzeugt bei geringem Volumenstrom ein hohes Vakuum von etwa 80–90 %. Dadurch eignet es sich ausschliesslich für luftundurchlässige Materialien wie Glas, Metall, Kunststoff oder Stein mit einer glatten Oberfläche.

Was ist ein Niederdruck-Vakuumgerät?
Ein Niederdruck‑Vakuumgerät (Typ GN) erzeugt bei hohem Volumenstrom ein niedriges Vakuum von etwa 30–40 %. Dadurch eignet es sich sowohl für luftundurchlässige Güter als auch für leicht luftdurchlässige oder poröse Materialien.
Typische Anwendungen sind das Handling von Holzplatten oder ‑bohlen, Betonplatten oder Karton, bei denen ein hoher Luftdurchsatz notwendig ist, um trotz der Materialporosität eine sichere Haftung zu gewährleisten.

Was ist ein Ejektor-Vakuumgerät?
Ein Ejektor‑Vakuumgerät (Typ GHGE) ist ein Hochdruck‑Vakuumgerät, das nach dem Venturi‑Prinzip arbeitet: Mit Druckluft wird ein Vakuum erzeugt, sodass für den Betrieb keine elektrische Stromversorgung erforderlich ist. Im Vergleich zu üblichen Vakuumhebern ist ein Ejektor-Vakuumgerät in der Anschaffung deutlich günstiger, jedoch etwas kostenintensiver im Betrieb.
Das Gerät eignet sich für den Vertikaltransport von Glas sowie anderen luftundurchlässigen Gütern.

Was ist ein Wendegerät?
Das Wendegerät ermöglicht ein einfaches und sicheres Drehen des Werkstücks um 180° für die vor- und rückseitige Bearbeitung von Platten am selben Arbeitsplatz. Es eignet sich als effiziente Arbeitshilfe für unterschiedliche Plattenarten und wird insbesondere in der metall- und holzverarbeitenden Industrie – etwa in der Tisch- und Türfabrikation – eingesetzt. Dabei werden Art und Anzahl der Saugflächen individuell auf das jeweilige Transportgut abgestimmt.
Die Vakuumheber GH und GN können für den Einsatz als Wendegerät entsprechend ausgestattet werden.

Was ist ein Vakuum-Schlauchheber?
Der Vakuum-Schlauchheber wird für das schnelle, stufenlose und repetitive Handling von kleinen bis mittleren Lasten – etwa Kartons, Säcken, Fässern oder Behältern – bis rund 300 kg eingesetzt. Das Vakuum im Schlauch sorgt gleichzeitig für das Ansaugen und Halten der Güter sowie für die Hubbewegung, wodurch sich Lasten besonders leicht und ergonomisch bewegen lassen.
Der Schlauchheber lässt sich ideal mit einem GISKB Kransystem oder einem Drehkran kombinieren, sodass Transportgüter mühelos von einem Arbeitsplatz zum nächsten verschoben werden können.

Lassen sich leicht luftdurchlässige Güter wie Holzplatten auch mit Vakuum transportieren?
Ja, mit Vakuumhebern des Typs GN, die einen hohen Volumenstrom erzeugen, lassen sich auch leicht luftdurchlässige oder poröse Güter sicher transportieren. Dazu gehören beispielsweise Holzplatten.

Ist mit Vakuumhebern auch das Drehen oder Kippen von Platten möglich?
Ja, für die Vakuum‑Hebesysteme GN und GH sind optional die Funktionen Drehen und/oder Kippen verfügbar. Alle Hub‑, Fahr‑ und Kippbewegungen lassen sich bequem über die zentrale Bedieneinheit steuern, sodass Platten sicher und kontrolliert in die gewünschte Position gebracht werden können.
Die elektromechanische Kippvorrichtung bringt beispielsweise das Transportgut von der horizontalen in die vertikale Position, ideal für das Bestücken der Plattensäge oder das platzsparende Zwischenlagern von bearbeiteten Komponenten.

Gibt es bei GIS eine kostengünstige Lösung für den Vertikaltransport von Glasscheiben?
Ja, unter der Voraussetzung, dass eine Druckluftzufuhr vorhanden ist, bietet das Gerät GHGE eine kostengünstige Lösung für den vertikalen Transport von luftundurchlässigen Gütern wie Glas, Metall oder Kunststoff. Da das Gerät nach dem Venturi‑Prinzip arbeitet und keine elektrische Stromversorgung benötigt, ist es in der Anschaffung besonders wirtschaftlich.

Welche Vorteile haben GIS-Vakuumhebesysteme gegenüber Mitbewerber-Produkten?
Von unseren Kunden wird besonders die zentrale Bedieneinheit geschätzt, über die sowohl die Vakuumerzeugung als auch alle Hub‑ und Fahrbewegungen gesteuert werden. Dadurch entfällt die Arbeit mit zwei getrennten Steuereinheiten, was die Bedienung vereinfacht und den Arbeitsablauf deutlich effizienter macht.
Als Hersteller von Elektrokettenzügen und Kransystemen sind wir zudem in der Lage, komplett abgestimmte Gesamtlösungen anzubieten, die exakt auf den jeweiligen Arbeitsplatz und die Betriebsstätte zugeschnitten sind.

Gibt es eine Alternative zu Vakuumgeräten für das Heben von schweren und unhandlichen Holzplatten?
Ja, für das Heben und den vertikalen Transport von schweren oder unhandlichen Holzplatten gibt es eine Alternative zu Vakuumgeräten.
Für Platten aller Art bis 250 kg (Greiferöffnung 0–60 mm) bietet ein Plattengreifer in Kombination mit einem GIS‑Elektrokettenzug eine kostengünstige Lösung. Der Plattengreifer fasst die Last mechanisch, wodurch er sich besonders bei beschränkter Raumhöhe eignet und unabhängig von Materialporosität funktioniert.
Systeme + Komponenten

Was ist ein Regalbedienungsgerät?
Das Regalbediengerät ist eine kostengünstige Lösung für das manuelle Ein- und Auslagern von Paletten oder Platten sowie für den Transport von Gütern vom Lagerort zur Bearbeitungsmaschine. In Kombination mit dem GISKB-Kransystem ermöglicht der um 360° drehbare Hubturm ein präzises manuelles oder elektrisches Verfahren und Positionieren der Werkstücke. Die Lastaufnahme erfolgt je nach Anwendung über eine Vakuumeinheit oder eine Hubgabel. Optional ist das GIS Regalbediengerät mit einer Kippfunktion erhältlich. Sämtliche Gerätefunktionen werden über eine benutzerfreundliche Steuereinheit bedient.

Was ist eine Idealsteuerung und wann wird sie verwendet?
Eine Idealsteuerung ist eine Bedienlösung für den kabelgebundenen Steuerschalter, bei der dieser nicht fix am Hubwerk angebracht ist, sondern sich frei in einer separaten, parallel zur Kranbrücke verlaufenden C Schiene frei mitführen lässt. Dadurch kann er unabhängig von der Last verschoben werden, was dem Bediener eine deutlich flexiblere Positionierung ermöglicht.
Sie wird vor allem bei grossen oder sperrigen Lasten eingesetzt, bei denen sich der Kranbediener möglichst frei um die Last bewegen möchte.

Was ist ein Frequenzumrichter?
Ein Frequenzumformer steuert die Drehzahl des Motors, indem er die Frequenz des elektrischen Stroms anpasst. Dadurch lassen sich Hub- und Fahrgeschwindigkeiten stufenlos an die jeweilige Anwendung anpassen sowie individuelle Beschleunigungs- und Bremsrampen einstellen. Das ermöglicht ein präzises Positionieren der Last, reduziert das Lastpendeln und schont die mechanischen Komponenten durch sanftere Bewegungsabläufe.
UnsereElektrokettenzüge und Fahrwerksantriebe können mit einem Frequenzumformer ausgestattet werden. Bei Kransystemen ist ausserdem eine direkte Integration in die Kransteuerung möglich.

Wann empfiehlt sich die Verwendung eines Frequenzumrichters?
Ein Frequenzumrichter empfiehlt sich besonders für das schwingfreie Transportieren und das präzise Positionieren von Lasten. Durch den sanften Anlauf werden Fahr und Hubbewegungen ruhiger, was das gesamte Kransystem schont, und dadurch die Lebensdauer aller verschleissanfälligen Bauteile deutlich erhöht.

Was ist eine Funksteuerung?
Eine Funksteuerung ermöglicht es, Hub und Fahrbewegungen aus der Distanz zu steuern. Dadurch erhält die Bedienperson mehr Bewegungsfreiheit als mit einem kabelgebundenen Steuerschalter und kann jederzeit einen sicheren Abstand zur Last einhalten.
Passende Funksteuerungen sind verfügbar für Elektrokettenzüge und komplette Kransysteme.

Wann eignet sich der Einsatz einer Funksteuerung?
Eine Funksteuerung eignet sich besonders bei grossen oder unförmigen Gütern sowie beim Transport über nicht oder nur schwer begehbare Flächen. In solchen Situationen kann die Bedienperson aus sicherer Distanz arbeiten und dabei bequem die Hub- und Fahrbewegungen des Kransystems steuern.
Sie ist zudem eine elegante Lösung für den Tandembetrieb: Mehrere Elektrokettenzüge oder Krane lassen sich über einen einzigen Handsender bedienen und bei Bedarf synchrone Hub- und Fahrbewegungen durchführen. Das erleichtert das Handling langer oder schwerer Lasten und erhöht die Prozesssicherheit.
