Um den innerbetrieblichen Materialfluss zu optimieren, wurde die Werkhalle der Sägerei Künzli in Krummenau mit einem neuen Kransystem ausgestattet. Diese sollte sowohl im Innenbereich als auch auf dem Vorplatz einen effizienten Transport schwerer Lasten ermöglichen. Die räumlichen Gegebenheiten stellten dabei eine besondere Herausforderung dar. Die geringe Raumhöhe, bedingt durch die Dachkonstruktion, liess nur wenig Spielraum für den Einbau einer Krananlage mit ausreichender Hubhöhe. Gleichzeitig galt es, den Arbeitsbereich in der Halle möglichst gross zu gestalten, ohne die Funktionalität beim Ein- und Ausfahren durch die Gebäudeöffnung zu beeinträchtigen. Präzision war daher in jeder Phase des Projekts gefragt – von der Planung über die Ausführung bis hin zur Montage.
In Zusammenarbeit mit der GIS AG, fand man die geeignete Lösung. Der Hersteller von Elektrokettenzügen und Kransystemen installierte auf der bestehenden, 20 Meter langen Kranbahn eine kompakte Kranbrücke, die den begrenzten Platz optimal ausnutzt. Das Hubwerk, ein Elektrokettenzug GP1600 mit einer Tragfähigkeit von 2'500 kg, ist platzsparend zwischen den beiden Kranträgern angeordnet. Um die zur Verfügung stehende Raumhöhe optimal zu nutzen, wurde die Bauhöhe so niedrig wie möglich gehalten. Für das mühelose Handling erfolgen alle Fahr- und Hubbewegungen des Laufkranes elektrisch und können bequem per Funksteuerung bedient werden.
Die präzise Planung und Umsetzung wird besonders deutlich, wenn die Kranbrücke aus der Halle auf den Vorplatz fährt. Oftmals wird von massgeschneiderter Lösung die Rede, aber selten war diese Redensart passender. Der minimale Abstand zur Gebäudeöffnung zeigt, wie exakt die Konstruktion an die beengten Verhältnisse angepasst wurde. Trotz der anspruchsvollen Bedingungen entstand so eine leistungsfähige und effiziente Kranlösung, die den Materialtransport der Sägerei Künzli erheblich erleichtert.








